Kleine Löcher im Kaschmirpullover, kahle Stellen im Wollteppich – wer das entdeckt, hat meist schon seit Wochen unsichtbare Mitbewohner. Die gute Nachricht: Kleidermotten lassen sich heute zuverlässig und völlig ohne Chemie bekämpfen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du einen Befall erkennst, warum Sprays und Fallen allein selten reichen und wie die Behandlung mit Schlupfwespen funktioniert.
Woran erkenne ich Kleidermotten?
Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist ein unscheinbarer, strähnig glänzender Falter von 6–9 mm Länge. Den Schaden richtet aber nicht der Falter an, sondern seine Larven: Sie fressen Keratin – also Wolle, Kaschmir, Seide, Federn und Pelz. Typische Anzeichen:
- Kleine, unregelmäßige Löcher in Textilien aus Naturfasern
- Falter, die abends aus Schränken flattern (Kleidermotten meiden Licht)
- Feine Gespinströhrchen oder raupenähnliche Larven in Schrankritzen und Teppichkanten
Warum Mottenspray und Fallen selten reichen
Pheromonfallen fangen ausschließlich männliche Falter – sie eignen sich gut zur Befallskontrolle, unterbrechen die Vermehrung aber nicht zuverlässig. Sprays wiederum erreichen die Eier in Ritzen, Falten und Teppichböden kaum und bringen Chemie in den Schrank, in dem deine Kleidung liegt. Der Befall wirkt dann kurz gestoppt – und kehrt nach Wochen zurück.
Die nachhaltige Lösung: Schlupfwespen
Schlupfwespen (Trichogramma evanescens) sind nur 0,4 mm klein, für Menschen und Haustiere völlig harmlos – und die natürlichen Feinde der Kleidermotte. Die Weibchen spüren Motteneier auf und legen ihre eigenen Eier hinein. Aus dem Mottenei schlüpft dann keine gefräßige Larve mehr. Sind keine Motteneier mehr vorhanden, verschwinden die Schlupfwespen rückstandslos.
Wichtig ist die Behandlungsdauer: Weil Motten in Zyklen schlüpfen, muss die Anwendung den kompletten Entwicklungszyklus abdecken. Deshalb kommen unsere Schlupfwespen gegen Kleidermotten als Komplettkur mit 6 Lieferungen im Abstand von 3 Wochen – insgesamt rund 18 Wochen. Eine Karte deckt dabei etwa einen laufenden Meter Kleiderstange oder ein großes Schrankfach ab.
Schritt für Schritt mottenfrei
- Kontrollieren: Alle Wolltextilien prüfen, stark befallene Stücke bei 60 °C waschen oder 3 Tage einfrieren.
- Reinigen: Schrank aussaugen, besonders Ritzen und Ecken – dort sitzen die Eier.
- Karten auslegen: Schlupfwespen-Karten in Schrank, Kommode und auf den Teppich legen.
- Zyklus durchhalten: Alle 3 Wochen kommen automatisch frische Karten – bis der Befall komplett durchbrochen ist.
Vorbeugen für die Zukunft
Nach der Kur helfen einfache Maßnahmen: Saisonkleidung in dichten Beuteln lagern, getragene Wolle nicht monatelang unbewegt liegen lassen und gelegentlich lüften. Bei ersten neuen Faltern genügt meist eine einzelne Lieferung als Auffrischung – zum Kennenlernen gibt es unsere Karten auch als Einzellieferung.